Steigende Verkaufszahlen bei Datenbanksoftware
Oracle mit hoher Gewinnsteigerung im ersten Quartal

Der Quartalsgewinn lag über den Schätzungen der Analysten. Der Erfolg geht auf steigende Verkaufszahlen bei neuen Softwareprodukten zurück.

Reuters NEW YORK. Die Oracle Corp hat im ersten Quartal des laufenden Jahres einen über den Analystenschätzungen liegenden Quartalsgewinn erwirtschaftet. Der im kalifornischen Redwood Shore ansässige Konzern teilte am Donnerstag mit, seinen Gewinn um 111 % auf 501 (Vorjahr 237) Mill. $ gesteigert zu haben, was pro Aktie 17 (8) Cents entspricht. Nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial hatten Analysten im Mittel hingegen nur mit einem Gewinn von 13 Cent je Aktie gerechnet. Auch für das zweite Quartal rechnet Oracle weiter mit kräftigen Gewinnen. Zudem kündigte der weltweit größte Hersteller von Datenbanksoftware einen Aktiensplitt im Verhältnis zwei zu eins an.

Verbesserte Margen und steigende Verkaufszahlen bei den jüngsten Softwareprodukten zur Internet-Vernetzung von Geschäftsprozessen hätten zu dem Gewinnanstieg geführt. Der Konzernumsatz sei im Berichtszeitraum auf 2,3 Mrd. $ von zuvor 2,0 Mrd. $ gestiegen. Die Gewinnspanne im operativen Bereich habe sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 11,7 %punkte auf 29,1 (17,4) Prozent verbessert, hieß es. In einer Telefonkonferenz zu den Zahlen hieß es indessen, der Umsatzanstieg von 42 % auf 156 Mill. $ bei Anwendungs-Software - einschließlich der neuen Software 11i für den Online-Handel - sei nicht ganz so stark wie eigentlich geplant ausgefallen.

"Wir sind mit 11i gegen Ende des vierten Quartals rausgekommen", sagte Oracle-Chef Larry Ellison. "Der Verkauf der neuen Software sei eine komplexe Sache," fügte er hinzu. Im zweiten Quartal würden die Umsätze mit dem neuen Produkt aber "spektakulär" ausfallen. Mit Datenbanksoftware verzeichnete Oracle nach eigenen Angaben einen Umsatzanstieg von 32 % auf 585 Mill. $. Analysten an der Wall Street hatten dagegen mit einem geringeren Umsatzanstieg von 25 % gerechnet.

Mit den Erstquartalszahlen konnte Oracle die Gewinnerwartungen bei Wall Street Analysten bereits das dritte Quartal in Folge übertreffen. Für das zweite Quartal liegt die Gewinnprognose ja Aktie unter Experten im Mittel bei 19 Cent, verglichen mit erzieleten 13 Cent im Vorjahr. Oracle-Finanzchef Jeff Henley sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es sei auch im zweiten Quartal möglich, die Analystenerwartungen zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

Das Unterehmen kündigte ferner einen Aktiensplitt im Verhätnis eins zu zwei an. Danach erhalte jeder zum Stichtag 25. September gemeldete Aktionär für je eine Aktie in seinem Besitz ein zusätzliches Wertpapier des Konzerns.

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