Steigendes Interesse nach Anleihen
Renten tendieren seitwärts

Gute Vorlagen für den Zinsfutures aufgrund der UMTS-Auktion und es festen Euro.

Reuters FRANKFURT. Trotz des positiven Marktumfelds haben sich die Kurse am Euro-Rentenmarkt am Dienstag seitwärts gezeigt. Der Euro-Bund-Future notierte gegen 10.40 Uhr MESZ mit minus zwei Ticks bei 105,81 Punkten. Händler nannten einen technischen Abwärtstrend beim Bund-Future als Grund. Dieser sei von einem Hoch bei 106,26 Punkten in der vergangenen Woche auf Kurse um 105,80 Punkte herunter gekommen. Dabei sei das Marktumfeld gut, hieß es. Sowohl der festere Euro, als auch die höher als erwartet ausgefallenen UMTS-Auktionen, die am Dienstag nach 140 Auktionsrunden bei knapp unter 80 Mrd. DM lagen, lieferten den Zinsfutures gute Vorlagen, hieß es.

Einen Dämpfer hatten die Futures gleich zu Handelsbeginn durch die Veröffentlichung der hoch ausgefallenen Großhandelspreise erhalten. "In dem technischen Abwärtstrend halten der feste Euro und die UMTS-Auktion die Rentenkurse von weiteren Stürzen ab", sagte ein Frankfurter Händler. Es sei aber am Dienstag mit einer Konsolidierung zu rechnen. Der Bund-Future werde wohl in einer Spanne zwischen 105,75 und 106,02 Punkten pendeln.

Der Euro festigte sich bis gegen 10.30 Uhr MESZ auf Kurse um 0,9109/12 $ und 99,70/75 Yen. Am Dienstag war er bei 0,9049/53 $ sowie bei 99,08 Yen aus dem New Yorker Handel gegangen. Devisenhändler sprachen allerdings von einem technische geprägten Handel, für den es keine fundamentale Untermauerung gebe.

Bei der Versteigerung der deutschen UMTS-Mobilfunklizenzen lagen am Dienstag nach der 140. Runde Gebote über insgesamt rund 78,94 Mrd. DM vor. Da Bundesfinanzminister Hans Eichel angekündigt hat, den Auktionserlös zur Schuldentilgung zu verwenden, ist Händlern zufolge wegen der hohen Gebote mit steigendem Interesse nach Anleihen mit langen Laufzeiten zu rechnen.

Der Index der Großhandelspreise in Deutschland hatte im Juli 2000 die größte Jahressteigerung seit Mai 1989 verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, lag der Index im Juli um 5,8 % über dem Stand des Vorjahresmonats. Im Juni und Mai hatte er bei 5,5 beziehungsweise 5,4 %, im Mai 1989 bei 6,1 % gelegen. Den Gesamtindex ohne Brenn-und Treibstoffe gab das Bundesamt mit plus 3,2 % über Vorjahresniveau an. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise im Durchschnitt um 0,3 %.

Der Bobl-Future lag gegen 10.40 Uhr MESZ nach minus zwei Ticks bei 103,09 Punkten. Der Schatz-Future notierte einen Tick unter Vortagesschluss bei 101,33 Punkten. Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 notierte mit 100,65 nach 100,69 % zum Vortagesschluss. Sie rentierte auf diesem Niveau mit 5,16 %.

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