Steinhöfel schreibt trotz frühem Aus Geschichte
Fünf neue Doping-Fälle überschatten Gewichtheben

Der Gewichtheber-Weltverband hat am Donnerstag die Namen fünf weiterer Dopingsünder bekanntgegeben. Darunter befand sich zwar keine Deutscher. Aber auch die sorgten für negative Schlagzeilen - und zwar mit enttäuschenden Leistungen.

HB ATHEN. Ingo Steinhöfel und Rene Hoch bescherten den deutschen Athleten einen enttäuschenden Auftakt. Steinhöfel kam am Donnerstag in Athen bei seinem fünften Olympia-Start in der Gewichtsklasse bis 77 kg in der B-Gruppe über den vierten Platz nicht hinaus. Der Olympia-Zweite von 1988 aus Chemnitz brachte nur zwei gültigen Versuchen im Zweikampf 335,0 kg (Reißen 150 kg/Stoßen 185 kg) zur Hochstrecke.

Der Berliner Hoch belegte bei seinem Olympia-Debüt mit 312,5 kg (142,5/170) gar nur den zehnten Platz. In der A-Gruppe werden am Abend in der Nikaia-Halle noch zwölf Athleten antreten.

"Ich bin natürlich sehr traurig. Ich wollte wenigstens zehn Kilogramm mehr machen. Doch durch das Gewichtmachen von über vier Kilogramm habe ich mich total schlapp gefühlt", sagte Steinhöfel nach seiner Abschiedsvorstellung von der olympischen Wettkampfbühne. Trotz seiner schwachen Leistung schrieb der 37-jährige Chemnitzer olympische Geschichte. Als erster Deutscher nahm er zum fünften Mal an den Spielen teil. Nach dem Silber von 1988 mit einem Zweikampfwert von 360 kg belegte er in Barcelona mit 347,5 kg Rang fünf, in Atlanta wurde er Sechster mit 347,5 kg und in Sydney Siebter mit 350 kg.

Als einziger konnte bislang nur der ungarische Olympiasieger im Bantamgewicht von 1972, Imre Földi, auf fünf Teilnahmen an Olympischen Spielen verweisen. Földi war von 1960 bis 1976 dabei.

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