Stella will Ergebnis 2002 „erheblich“ steigern
Deag verfehlt eigene Ziele

Der Musicalproduzent Deag Deutsche aus Berlin hat trotz erhöhter Abschreibungen auf die Tochtergesellschaft Stella Entertainment im Geschäftsjahr 2001 den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 62 % auf 9,4 Mill. Euro gesteigert.

Reuters BERLIN. Der Konzertveranstalter Deag Deutsche (Deag) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Ziele bei Umsatz und operativem Ergebnis wegen der schwachen Entwicklung bei seiner Musical-Tochter Stella verfehlt.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei bei erhöhten Abschreibungen für Stella nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 62 % auf 9,4 Mill. Euro gestiegen, teilte die am Neuen Markt gelistete Deag am Dienstag mit. Im November hatte Deag noch an seiner Ebit-Prognose für 2001 von über zwölf Mill. Euro festgehalten. Unterdessen teilte die Stella mit, im abgelaufenen Jahr einen operativen Verlust verbucht zu haben.

Auch beim Umsatz konnte Deag die eigene Planung trotz eines Anstiegs auf 289 (Vorjahr: 258) Mill. Euro nicht erfüllen. Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass Umsätze in Höhe von rund 50 Mill. Euro nicht konsolidiert worden seien, hieß es. Im November hatte Deag einen Umsatz von 358 Mill. Euro angekündigt. Konzernchef Peter Schwenkow sagte zu Reuters, dass Stella rund 20 Mill. Euro an erwartetem Umsatz nicht geliefert habe. Die Abschreibungen auf die Musical-Tochter bewegten sich in der Größenordnung von drei Mill. Euro, fügte er hinzu.

Den vorläufigen Konzernüberschuss bezifferte Deag mit 8,4 (2,6) Mill. Euro, den Gewinn je Aktie (EPS) mit 1,03 (0,34) Euro. Für das Geschäftsjahr 2002 zeigte sich Deag optimistisch, den Jahresüberschuss erneut deutlich steigern zu können.

Stella erzielt operativen Verlust

Die Stella Entertainment AG gab unterdessen für 2001 einen vorläufigen Verlust vor Steuern und Zinsen von 1,2 Mill. Euro bekannt, nach einem Gewinn von 3,3 Mill. Euro im Jahr 2000. Der Konzern-Jahresüberschuss sei auf 0,15 (1,4) Mill. Euro geschrumpft. Als Grund für die Entwicklung nannte das Unternehmen die im Januar beschlossene Einstellung des Disney-Musicals "Der Glöckner von Notre Dame" in Berlin und einen einmaligen Verlust von rund zehn Mill. Euro aus dem "Premierentheater Operettenhaus". Der Umsatz sei indes um 23 % auf 158 Mill. Euro gestiegen.

Im Jahr 2002 erwarte Stella auf Grund neuer Lizenzvereinbarungen und verbesserter Margen das Jahresergebnis erheblich steigern zu können.

Die Deag ist den Angaben zufolge Hauptaktionärin bei Stella und hält jüngsten Angaben zufolge derzeit zwischen 70 und 75 % der Anteile. An der Börse lagen die Deag-Titel 3,4 % im Plus bei 8,80 Euro.

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