Stellenabbau geht weiter: Tarkett will Ertrag verbessern

Stellenabbau geht weiter
Tarkett will Ertrag verbessern

Der Frankenthaler Fußbodenbelaghersteller Tarkett Sommer will in diesem Geschäftsjahr seinen Ertrag "wesentlich" verbessern und dafür Personal abbauen.

HB/dpa DEIDESHEIM. Die Zahl der Beschäftigten werde um drei Prozent auf 6548 verringert, kündigte der Vorstandschef der Tarkett Sommer AG, Marc Assa, am Donnerstagabend in Deidesheim bei Bad Dürkheim an. Beim Umsatz werde ein moderates Wachstum oder eine Stagnation erwartet. Tarkett ist nach Unternehmensangaben der größte Bodenbelaghersteller Europas.

Im Geschäftsjahr 2002 war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr dank Beiträgen aus einem deutsch-serbischen Joint Venture um 0,6 % auf 1,437 Mrd. ? gestiegen. Ohne die Beteiligung wären die Erlöse um 0,4 % gesunken. Der Gewinn wuchs um 10,6 Mill. auf 29,9 Mill. ?. Als Grund nannte Assa verringerte Kosten, unter anderem durch einen Schuldenabbau. Bereits im vergangenen Jahr verringerte das Unternehmen die Mitarbeiterzahl um 250 auf 6750. Die Dividende für 2002 soll um vier auf 22 Cent erhöht werden.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 % auf 345 Mill. ?. Bei unveränderten Wechselkursen habe es ein Plus von 6,7 % gegeben. Nach Assas Angaben ging der Umsatz in Nordamerika nach dem Ausbruch des Irak-Krieges stark zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Quartal um 13,2 % auf 25,8 Mill. ?. Der Mehrheitsaktionär Sommer S.A., der im November 2002 ein Kaufangebot für ausstehende Aktien vorgelegt hatte, hat seinen Anteil inzwischen auf 94,33 % erhöht.

In diesem Jahr wolle Tarkett in Osteuropa weiter zulegen, wo die Nachfrage ungebrochen sei, sagte Assa. Das Unternehmen hatte seinen Umsatz in der Region 2002 im Vorjahresvergleich um knapp 50 % auf 141 Mill. ? gesteigert. Tarkett wolle zudem in Mexiko Fuß fassen und sein Asiengeschäft forcieren.

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