Stellenabbau geplant
BroadVision will Neuen Markt verlassen

Der im Auswahlindex Nemax 50 gelistete US-Softwarehersteller Broadvision will den Neuen Markt verlassen. Zudem teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit, der Nettoverlust sei im ersten Quartal 2002 geringer ausgefallen als im Vorjahr. Hingegen sei der Umsatz um 67 % eingebrochen.

Reuters REDWOOD CITY. Broadvision habe einen offiziellen Antrag auf Rücknahme der Börsenzulassung seiner Aktien am Geregelten Markt der Frankfurter Börse und auf Beendigung des Handels am Neuen Markt gestellt, hieß es in einer Pflichtmitteilung vom späten Mittwochabend. Die Beendigung des Handels am Neuen Markt werde drei Monate nach Bekanntgabe der Aufhebung der Börsenzulassung rechtswirksam werden. Das im kalifornischen Redwood City ansässige Unternehmen werde weiterhin im europäischen Markt tätig bleiben.

"Wenngleich wir über unsere Börsenzulassung am Neuen Markt erfreut waren, so halten wir es angesichts unserer unlängst erfolgten Restrukturierungsbemühungen doch für klug, diese Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt zu ergreifen", teilte Dr. Pehong chen, President und CEO von Broadvision mit. Aktien von Broadvision sollen weiterhin an der Technologie-Börse Nasdaq gehandelt werden.

Verlust im Quartal verringert

Broadvision teilte am späten Mittwochabend in einer weiteren Pflichtveröffentlichung mit, der Nettoverlust im ersten Quartal sei auf 36,1 Mill. Dollar (rund 40,6 Mill. ?) oder 13 Cent je Aktie gesunken, verglichen mit 105,1 Mill. Dollar oder 39 Cent im Vorjahreszeitraum. Broadvision kündigte außerdem den Abbau von 300 der insgesamt 970 Stellen an und begründete dies mit einer neuen Fokussierung auf Unternehmensportale. Broadvision stellt Software her, die Unternehmen für den Online-Versandhandel (E-Commerce), Kundendienste oder für die Verwaltung von Inhalten für Internetauftritte verwenden.

Der Pro-Forma-Verlust ohne Sonderbelastungen sank den Angaben zufolge im ersten Quartal auf 19 Mill. Dollar oder sieben Cent je Aktie, verglichen mit 36,6 Mill. Dollar oder 13 Cent je Aktie im Vorjahresquartal. Analysten hatten ohne Goodwill-Abschreibungen einen Verlust von sechs Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz sei im Berichtsquartal um 67 % auf 30,5 (Vorjahr 92,7) Mill. Dollar eingebrochen, heißt es in der Mitteilung weiter. Am 1. April hatte Broadvision bekannt gegeben, das Unternehmen erwarte einen Umsatz von 29 bis 32 Mill. Dollar. Analysten hatten für das erste Vierteljahr mit einem Umsatz von 40,4 Mill. Dollar gerechnet.

Broadvision-Titel schlossen am Mittwoch an der Nasdaq einen Cent höher auf 1,27 Dollar. Am Neuen Markt gingen die Aktien am Mittwoch mit 1,43 ? 1,38 % schwächer aus dem Handel.

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