Stellenabbau in den USA
Heideldruck bleibt für 2002 pessimistisch

Das Management der Heidelberger Druckmaschinen AG bleibt auch für 2002 zurückhaltend. "Wir erwarten ein schwieriges neues Geschäftsjahr", erklärte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier am Freitag, ohne nähere Details zu nennen.

jkn HEIDELBERG. Heideldruck, dessen Geschäftsjahr am 31. März endet, hatte vor knapp zwei Wochen Investoren und Analysten mit einer Gewinnwarnung überrascht. Zwar stieg der Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2001/02 noch um 5 % auf 2,3 Mrd. Euro, aber das Betriebsergebnis brach um 28 % auf 110 Mill. Euro ein. Beim Nettoergebnis (62 Mill. Euro) steht ein Minus von 24 % in den Büchern. Für das gesamte Jahr rechnet Schreier mit einem Umsatzrückgang um 10 % und einem Nettoergebnis von 200 bis 220 Mill. Euro

.

Nach Angaben von Finanzvorstand Herbert Meyer ist der Umsatz allein im Monat September um 13 %zurückgegangen. Bis dahin habe das Umsatzplus noch 10 % betragen. "Der September ist für uns immer ein überproportional starker Monat. Dieses Mal fehlten uns 100 Millionen Euro", sagte Meyer.

Sorgenkind ist vor allem die Sparte Web (Rollendruck). Ihr Umsatz sackte im ersten Halbjahr um 29 % auf 218 Mill. Euro ab. Der Fehlbetrag betrug 91 Mill. Euro. "Das ist natürlich alles andere als zufriedenstellend", sagte Schreier. Er stellt deshalb die Produktionsstätten der Sparte in den USA auf den Prüfstand. "Wir werden hier nicht um eine Personalreduzierung herum kommen", sagte Schreier. Schreier bekräftigte seine Absicht, die aktuelle Marktschwäche für Zukäufe nutzen zu wollen. Bis zum März kommenden Jahres erwartet er allerdings keine Ergebnisse.

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