Stellenabbau kommt nicht voran
Aldi-Märkte sind für Hewlett-Packard nicht tabu

Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) rechnet auch 2003 mit einer unsicheren Lage auf dem deutschen Markt für Informationstechnologie. "Ich teile den verhaltenen Optimismus in der Branche. Aber die Betonung liegt auf verhalten, nicht auf Optimismus", sagte der Chef der HP Deutschland GmbH, Menno Harms, am Donnerstag in Stuttgart.

HB/dpa STUTTGART. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 (31.10.) erzielte die alte HP in Deutschland ohne Compaq 4,1 Milliarden Euro Umsatz, zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Den Gewinn von rund 102 Millionen Euro im Vorjahr habe man nicht ganz erreichen können, sagte Harms. Genaue Zahlen will das Unternehmen für Deutschland künftig nicht mehr nennen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen das Ergebnis konstant gehalten und die Umsätze deutlich verbessert werden. "Das Jahr 2002 möchte ich einfach abhaken", betonte Harms. Seit dem 1. November ist HP Deutschland auch rechtlich mit dem früheren Konkurrenten Compaq fusioniert, der im Rumpfgeschäftsjahr 2001/2002 Erlöse von 1,0 Milliarden Euro erzielte.

HP will durch den Zusammenschluss in Deutschland 1100 von 8300 Stellen abbauen. Bei Compaq sind von den angepeilten 500 erst 90 Mitarbeiter freiwillig ausgeschieden. Harms hofft auf weitere Interessenten. Anderenfalls könnten auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden. "Das ist ein Thema, das uns Sorgen bereitet", sagte der Manager. In den nächsten Tagen sollen neue Gespräche mit den Betriebsräten geführt werden.

Der Computerkonzern will seine Marktposition bei PCs, Großrechnern und Dienstleistungen weiter ausbauen. Beim Auslagern von Informationstechnologie in Unternehmen (Outsourcing) erzielte HP im vergangenen Geschäftsjahr ein Wachstum von 40 Prozent, liegt aber erst auf Platz fünf in Deutschland. Im Konsumgeschäft sollen die Produkte immer einfacher werden und intuitiv zu bedienen sein.

Auch der Billigmarkt sei kein Tabu für HP, unterstrich die Geschäftsführerin der wichtigsten Sparte für Drucker und Bildbearbeitung, Regine Stachelhaus. "Wenn Aldi in diesem Bereich eine gesetzte Größe ist, gibt es unsere Produkte auch bei Aldi." Für die Technik der preiswerten Geräte seien sogar eigene Patente angemeldet worden.

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