Stellenabbau
Süddeutsche Zeitung will Kosten drücken

Die "Süddeutsche Zeitung" will wegen des Anzeigeneinbruchs ihre Kosten um zehn Prozent drücken und Stellen abbauen.

dpa HAMBURG. "Wir werden in allen Bereichen konsequentes Kostenmanagement betreiben", kündigte Verlagschef Hans Gasser in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Der Österreichische Journalist" an. Betriebsbedingte Kündigungen seien jedoch nicht geplant. Man wolle die "sanften Möglichkeiten" von Altersteilzeit bis zum Nicht-Besetzen frei werdender Stellen nutzen.

Mit dem Start der Regionalausgabe im Januar in Nordrhein-Westfalen und der erweiterten Feuilleton-Redaktion werde die Redaktion "strukturell sogar ausgebaut". Die SZ ist mit einer verkauften Auflage von fast 440 000 Exemplaren Marktführer bei den überregionalen Tageszeitungen.

Nach Angaben Gassers gibt es im Stellenmarkt Einbußen im Seitenvolumen von etwa 50 Prozent. Er sei jedoch zuversichtlich, dass das Stellengeschäft im Print- und auch Online-Bereich im kommenden Jahr wieder anziehe. Im Internet-Geschäft, das die SZ derzeit mit zweistelligen Millionenbeträgen subventioniere, erhofft der Verlagschef den "Break-Even" für das Jahr 2004. Die Nutzer sollen dazu gebracht werden, "für unsere wertvollen Inhalte - zumindest teilweise - auch zu bezahlen". Mit Online-Jobbörsen und - Rubrikenmärkten wolle die SZ Print und Internet noch stärker verknüpfen. Auch die Vernetzung im redaktionellen Bereich müsse noch besser werden.

Der aus Österreich stammende Gasser, früher Geschäftsführer der Zeitungsgruppe Main-Post (Würzburg), war dieses Jahr zur SZ gewechselt.

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