Stellenstreichungen drohen
Saban will Angebot für Kirch-Media vorlegen

Der US-Milliardär Haim Saban will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" kommende Woche in München ein konkretes Kaufangebot für den Filmhandel und die Senderfamilie der insolventen Kirch-Media vorlegen. Saban treffe sich ab Montag mit Vorständen der Gläubigerbanken und mit der Geschäftsführung der KirchMedia. Außerdem seien Gespräche mit Bayerns Regierung geplant, berichtet die Zeitung in ihrer Samstag-Ausgabe.

HB/dpa MÜNCHEN. Der US- Medienunternehmer habe neuerdings gute Chancen, den Hamburger Bauer Verlag auszustechen.

Dieser wolle sich laut Vertragsentwurf vorbehalten, Auflagen des Bundeskartellamtes für die Übernahme der Sender Sat1, ProSieben und Kabel 1 nicht zu akzeptieren. Die Kirch-Media könnte dadurch mehrere Monate verlieren, heißt es in dem Bericht weiter. Laut internen Papieren des insolventen Konzerns solle der Filmhandel bei Bauer eine geringere Rolle als bisher spielen. Es werde mit einem Umsatz- Rückgang von 680 Mill. Euro in diesem Jahr auf 330 Mill. Euro im Jahr 2007 gerechnet. Von 360 Stellen sollten nur 120 übrig bleiben.

In dem Übernahme-Poker waren dem Bauer Verlag trotz der Bemühungen Sabans bislang die besseren Karten zugesprochen worden. "Wir verhandeln mit Bauer mit dem Ziel eines Vertragsabschlusses noch im Februar", hatte ein Kirch-Sprecher erst in dieser Woche in München gesagt. Sollte Saban aber ein Angebot vorlegen, würde die Kirch-Media die Offerte nach Einschätzung von Branchenkennern noch prüfen. Im Konsortium aus dem Bauer Verlag und der Hypo-Vereinsbank werde dies aber nicht als sehr wahrscheinlich angesehen, hieß es.

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