Stellenstreichungen geplant
Börsenflaute beschert DAB Bank Verluste

Die Direktbank DAB Bank ist wegen der andauernden Börsenflaute und der Kosten für die Auslandsexpansion im zweiten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das Ergebnis nach Steuern habe im Konzern minus 25 Mill. Euro betragen, teilte die DAB Bank AG (München) am Donnerstag mit.

dpa MÜNCHEN. Bereits in den ersten drei Monaten 2001 lag der Verlust bei 23,7 Mill. Euro. Vor allem bei den Personalkosten will der Konzern drastisch sparen. Bis zum ersten Quartal 2002 sollen sie um mindestens 15 bis 20 % gedrückt werden. Betriebsbedingte Kündigungen seien aber nicht geplant.

Auch die Konkurrenten href="http://www.comdirect.de " target="_blank"> Comdirect und Consors hatten in den vergangenen Tagen von tiefroten Zahlen berichtet. Angesichts des problematischen Umfelds sei er mit den Zahlen recht zufrieden, sagte Vorstandssprecher Matthias Kröner. Durch den Sparkurs will die HypoVereinsbank-Tochter im Gesamtjahr 2002 vor Steuern die Gewinnschwelle erreichen. Dabei gehe der Konzern von einem weiteren Rückgang der Zahl der Transaktionen pro Kunde aus. Im zweiten Quartal 2001 sank der Provisionsüberschuss verglichen mit den ersten drei Monaten um knapp ein Viertel auf 20 Mill. Euro. Belastet wurde das Quartals-Ergebnis unter anderem durch Firmenwert-Abschreibungen für den Erwerb der französischen Self Trade in Höhe von 4,7 Mill. Euro (9,2 Mill. DM).

Änderung des Preismodells angekündigt

Die DAB Bank hatte in den vergangenen Monaten ihren Mitarbeitern angeboten, den Vertrag aufzulösen. Das Angebot sei von vielen angenommen worden, sagte Kröner. Genaue Zahlen wollte er aber nicht nennen. Er kündigte auch eine Änderung des Preismodells an, ohne Details zu nennen. Der DAB-Aktienkurs sank um zwischenzeitlich 3 % auf 14,05 Euro.

Aktie der DAB Bank verliert

Mit der Kundenentwicklung zeigte sich die Bank zufrieden. Im ersten Halbjahr seien netto mehr als 82 000 Kunden neu gewonnen worden. Der Marktanteil sei so ausgebaut worden. Insgesamt betreut die Bank nach eigenen Angaben nun in Europa mehr als 500 000 Depots.

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