Stellenstreichungen
Peoplesoft verzeichnet wie erwartet Gewinnrückgang

Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent PeopleSoft hat einen niedrigeren Gewinn im ersten Quartal 2003 verzeichnet und Stellenstreichungen angekündigt. "Der Irak-Krieg hat der Wirtschaft hier und im Ausland einen großen Dämpfer verpasst", sagte Peoplesoft-Chef Craig Conway am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Reuters NEW YORK. Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent Peoplesoft hat einen niedrigeren Gewinn im ersten Quartal 2003 verzeichnet und Stellenstreichungen angekündigt.

"Der Irak-Krieg hat der Wirtschaft hier und im Ausland einen großen Dämpfer verpasst", sagte Peoplesoft-Chef Craig Conway am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Lungenkrankheit SARS sei noch dazu gekommen. "Alle haben einfach weniger ausgegeben", sagte Conway. Peoplesoft-Aktien verbilligten sich im Verlauf des nachbörslichen Handels auf 15,75 Dollar von einem Nasdaq-Schlusskurs von 16,04 Dollar, nachdem die Aktien zunächst zeitweise gestiegen waren.

Der Gewinn im abgelaufenen Quartal ging den Angaben zufolge auf 38 Mill. Dollar oder zwölf Cent je Aktie zurück, nachdem er im Vorjahresquartal 44,5 Mill. Dollar betragen hatte. Der Umsatz sank um fast fünf Prozent auf 460 Mill. Dollar. Peoplesoft hat wie viele seiner Konkurrenten Einbußen erlitten, da viele Firmen ihre Technologieinvestitionen kürzten, um die schwierige Konjunkturlage auszugleichen. Anfang April hatte das Unternehmen seine Gewinnprognosen bereits nach unten korrigiert und mit elf bis zwölf Cent pro Aktie angegeben. Zunächst war das Unternehmen von einem Gewinn von 13 bis 14 Cent ausgegangen. Der Peoplesoft-Konkurrent Siebel Systems legt am Mittwoch ebenfalls seine Geschäftszahlen vor.

Peoplesoft streicht 200 Stellen

Als Reaktion auf die schwierigen Marktbedingungen kündigte Peoplesoft die Streichung von 200 Stellen im Verwaltungs- und Supportbereich sowie die Schließung des Büros in Santa Clara an. Dies soll sich in der Bilanz des zweiten Quartals mit einer Einmalbelastung von rund zwölf Mill. Dollar niederschlagen. Im Ergebnis rechnet das Unternehmen mit Einsparungen bei den laufenden Betriebsausgaben in Höhe von rund einer Million Dollar pro Quartal bis Ende 2004.

Peoplesoft-Finanzchef Kevin Parker prognostizierte für das zweite Quartal einen Umsatz von 450 bis 460 Mill. Dollar. Bereinigt um die Einmalbelastung erwartet das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von elf bis zwölf Cent. Unter dem Strich soll der Gewinn bei acht bis neun Cent je Aktie liegen. Für das Gesamtjahr kündigte Peoplesoft einen Gewinn vor Einmalposten von 52 bis 54 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 1,9 Mrd. Dollar an.

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