Stellenstreichungen und Betriebsschließungen
Ericsson verschiebt Sanierungspaket nach Gewinnwarnung

Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat ein für Montag angekündigtes Maßnahmepaket gegen die hohen Verluste im Handy-Geschäft aufgeschoben.

dpa STOCKHOLM/LINKÖPING. Wie der zuständige Unternehmenssprecher Tomas Stalnert in Linköping der Nachrichtenagentur TT bestätigte, werde an dem Paket mit erwarteten Stellenstreichungen und Betriebsschließungen "noch gearbeitet". Es sei innerhalb der nächsten zwei Wochen zu erwarten.

Ericsson hatte bei einer Gewinnwarnung Anfang des Monats die eigenen Umsatzerwartungen deutlich reduziert und Milliardenverluste für das erste Quartal angekündigt. Nach den bereits im letzten Jahr erwirtschafteten Verlusten beim Verkauf von Mobiltelefonen über 16 Mrd. Kronen (3,7 Mrd. DM/1,9 Mrd. Euro) hat der drittgrößte Handy-Produzent der Welt hinter Nokia und Motorola die komplette Fertigung von Mobiltelefonen an den US-Konzern Flextronics ausgelagert.

Die Stockholmer Zeitung "Expressen" berichtete am Montag unter Berufung auf Kreise in der Unternehmensleitung, dass Ericsson ein "strategisches und offensives Maßnahmepaket" vorlegen will. Dabei werde man deutlich über die ursprünglich geplante Streichung von 1 000 Stellen in der Handy-Sparte hinausgehen.

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