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Stellvertretender irakischer Außenminister stirbt nach Anschlag

Bagdad (dpa) - Der stellvertretende Außenminister der irakischen Übergangsregierung ist am Samstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden. Bassam Kuba sei gegen 8.30 Uhr Ortszeit in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Bagdad (dpa) - Der stellvertretende Außenminister der irakischen Übergangsregierung ist am Samstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden. Bassam Kuba sei gegen 8.30 Uhr Ortszeit in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Das gab der Sprecher des Außenministeriums, Thamer El Adhami, in Bagdad bekannt. Der Politiker war nach Angaben arabischer Fernsehsender auf dem Weg von seinem Haus im nördlichen Bagdader Bezirk Adamija zum Außenministerium im Zentrum der Hauptstadt, als sein Wagen beschossen wurde. Der Sender El Dschasira meldete, es seien mehrere Schüsse auf Bassam Kuba abgegeben worden. Sein Fahrer sei bei dem Anschlag verletzt worden.

Der 60 Jahre alte Politiker war einer von mehreren Stellvertretern von Außenminister Hoshiar Zebari. Der Karrierediplomat diente seinem Land in den neunziger Jahren als Botschafter in Peking, war zeitweise Chef der irakischen Mission bei den Vereinten Nationen und seit dem Amtsantritt der Übergangsregierung am 1. Juni Leiter der Abteilung für internationale Organisationen.

Der Stadtteil Adamija, wo der Schiit wohnte, ist ein zumeist von Sunniten bewohnter Stadtteil. Ebenfalls in Adamija war am vergangenen Mittwoch der stellvertretende Gesundheitsminister Ammar El Safar nur knapp einem Mordanschlag entgangen.

Im Irak sind in den vergangenen Monaten mehrere tödliche Anschläge auf Politiker verübt worden. Am 17. Mai starb der Präsident des provisorischen irakischen Regierungsrats, Isseddin Salim, in Bagdad bei einem Selbstmordanschlag auf seinen Autokonvoi. Der schiitische Politiker war nach der im September 2003 erschossenen Akila el Haschimi das zweite Regierungsratsmitglied, das einem Anschlag zum Opfer fiel. Am 1. Februar 2004 kam der Provinzgouverneur der nordirakischen Stadt Erbil, Akram Mintik, zusammen mit mehr als 100 Teilnehmern des islamischen Opferfestes im Hauptquartier der Kurdischen Demokratischen Partei bei einem Selbstmordanschlag um.

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