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'Stern': Neue Vorwürfe gegen Siemens und Lurgi wegen EU-Auftrag in Serbien

Gegen Siemens und die mg technologies-Tochter Lurgi Lentjes sind nach einem Pressebericht neue Vorwürfe in Bezug auf einen EU-Auftrag in Serbien laut geworden.

dpa-afx HAMBURG. Gegen Siemens und die mg technologies-Tochter Lurgi Lentjes sind nach einem Pressebericht neue Vorwürfe in Bezug auf einen EU-Auftrag in Serbien laut geworden. Mitarbeiter der EU-Balkanagentur EAR hätten in internen Schreiben mehrfach den Verdacht geäußert, dass die Firmen versucht hätten, Leistungen für ein Kraftwerksprojekt in Serbien doppelt oder dreifach abzurechnen, schreibt das Magazin "Stern" in seiner neuen Ausgabe. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter der Unternehmen bereits wegen Korruptionsverdachts.

Lurgi habe die Vorwürfe "mit aller Entschiedenheit" zurückgewiesen, schreibt das Magazin. Siemens habe sich nicht äußern wollen. Mit den versuchten falschen Abrechnungen hätten die Unternehmen von der EU Extrazahlungen von bis zu 1,3 Mill. Euro bekommen wollen.

Die Vorgesetzten der EAR-Mitarbeiter hätten die Vorwürfe nicht weiter getragen. Sie hätten entschieden, die Behörde brauche in diesem Stadium "keine Leute von außen", schreibt der "Stern" unter Berufung auf interne Dokumente. EU-Beamte seien rechtlich verpflichtet, bei Betrugsverdacht das EU-Antikorruptionsamt Olaf einzuschalten. EAR-Direktor Richard Zink habe dem Magazin gesagt, ihm sei kein Betrugsverdacht bekannt. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft wollte auf Anfrage unter Berufung auf die bereits laufenden Ermittlungen nicht zu dem Bericht Stellung nehmen.

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