Steuer auf Aktiengewinne
Steuerzahlerbund greift Regierung an

Der Bund der Steuerzahler lehnt den neuen Vorstoß der Bundesregierung zur Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei Aktien und Fonds strikt ab.

HB/dpa BERLIN. Der Bund der Steuerzahler lehnt den neuen Vorstoß der Bundesregierung zur Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei Aktien und Fonds strikt ab. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe) sagte der Präsident des Verbandes, Karl-Heinz Däke, die geplante Abschöpfung von 25 % der Verkaufsgewinne führe zu einer Überbesteuerung und sei deshalb nicht zu akzeptieren. Anleger und Investoren würden über Gebühr belastet und abgeschreckt.

"Das hat mit rationaler Steuerpolitik nichts mehr zu tun", monierte Däke. Der Bundesrat habe die Aktiensteuer im Rahmen des Steuervergünstigungsgesetzes gerade erst abgelehnt, nun lege die Bundesregierung sie in verschärfter Form erneut auf den Tisch. Däke äußerte den Verdacht, dass die geplante Regelung die Linken in der SPD besänftigen solle: "Hier wird Parteiinteressen stattgegeben anstatt sich an sachlich Vernünftigem zu orientieren." Der Verbandspräsident warnte davor, die Zinsabgeltungssteuer auf Druck der SPD-Linken wieder fallen zu lassen.

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