Steuer-Strafprozess
Geheimnis um Beckers Vermögen

Im Münchner Steuer-Strafprozess gegen Boris Becker sind erstmals offizielle Zahlen zum Vermögen des früheren Tennisstars bekannt geworden, über das es bisher nur extrem unterschiedliche Spekulationen gab.

HB/dpa MÜNCHEN. Laut Anklageschrift, die sich auf die Ermittlungen der Steuerfahndung stützt, verfügte Becker im Jahr 1992 bereits über ein steuerpflichtiges Vermögen von knapp 38 Millionen Mark (19,4 Millionen Euro). Ein Jahr später war dieser Betrag auf knapp 37 Millionen Mark (18,9 Millionen Euro) und 1994 auf knapp 33 Millionen Mark (knapp 16,9 Millionen Euro) gesunken.

Bei den Einlassungen zur Person vermied Becker im Prozess jedoch weitere Einblicke in Einkünfte und Vermögen. In den Werbeverträgen mit dem Internetanbieter AOL und dem Autokonzern Daimler-Chrysler sei dazu strenge Verschwiegenheit vereinbart worden, sagte sein Verteidiger Jörg Weigell. "Das macht es uns unmöglich, irgendwelche Angaben zu machen." Das gelte auch für die Unterhaltsvereinbarungen mit Beckers Ex-Ehefrau Barbara sowie mit der Mutter seiner unehelichen Tochter in London.

Beckers Anwälte bestätigten den Besitz einer Finca auf Mallorca, meinten aber auf Fragen des Gerichts nach weiteren Immobilien: "Vertiefen würden wir das ungern." Becker sei - wie bekannt - Gesellschafter zweier Autohäuser in Mecklenburg-Vorpommern, ansonsten besitze er nur eine 50-prozentige Beteiligung an der österreichisch- schweizerischen Firma Völkl Tennis GmbH. Das Gericht gab weitere Nachfragen auf, als Becker auf die Frage der Staatsanwaltschaft, ob er Angaben zu Sparguthaben, Aktien und ähnlichem geben wolle, entschieden den Kopf schüttelte.

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