Steueranteil liegt bei 75 Prozent
Henkel kritisiert Vorschlag Müllers zur Ölpreisspanne

vwd TEHERAN. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, hat den Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller zur Ölpreisstabilisierung als unsinnig kritisiert. Müller hatte vorgeschlagen, eine Ölpreisspanne von 22 $ bis 28 $ anzustreben. Dieser Vorschlag habe keinen Wert, sagte Henkel am Mittwoch in Teheran. "Den Ölpreis über eine Bandbreite stabilisieren zu wollen entspricht dem Versuch, den Weltmarktpreis für Mercedes zu stabilisieren", sagte der BDI-Präsident, der die Wirtschaftsdelegation auf der Iranreise des Wirtschaftsministers anführte.

Um den hohen Benzinpreis zu verringern, müssten die Steuern gesenkt werden. Der staatliche Anteil am Benzinpreis mache rund 75 % aus. Der Steueranteil liege bei einem Literpreis von zwei DM bei rund 1,40 DM. Von den restlichen 60 Pfennig entfielen 20 Pfennig auf Transport und Verarbeitung und lediglich 40 Pfennig flössen in die Erdöl produzierenden Staaten, rechnete Henkel vor. "Das macht bei einer angenommenen Erhöhung des Rohölpreises um 50 % gerade einmal 20 Pfennig aus", sagte der BDI-Präsident. Die Benzinpreise könnten spürbar nur verringert werden, wenn an der "Steuerschraube" gedreht werde. Steuererhöhungen wie bei der Ökosteuer seien allerdings die falsche Richtung, sagte der BDI-Präsident.



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