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Steuerberaterhaftung

BGH-Urteilvom 16.10.2003 00:00:00 - IX ZR 167/02



Bundesgerichtshof
Steuerberaterhaftung


BGB § 675

Kommt die Inanspruchnahme alternativer Steuervergünstigungen mit unterschiedlichen Rechtsfolgen in Betracht, hat der Steuerberater grundsätzlich über die verschiedenen Möglichkeiten auch dann umfassend zu belehren, wenn noch nicht erkennbar ist, ob die unterschiedlichen Rechtsfolgen für den Mandanten jemals bedeutsam werden.

StBerG § 68



Hat der Steuerberater schuldhaft über die Wirkung des sog. Objektverbrauchs bei Inanspruchnahme der erhöhten Abschreibung nach § 7b EStG nicht belehrt, so beginnt die Verjährung des daraus herrührenden Ersatzanspruchs nicht mit Bestandskraft des letzten diese Abschreibung gewährenden, sondern mit Zugang des die erhöhte Abschreibung für ein weiteres Objekt versagenden Steuerbescheids.



ZPO § 287 Abs. 1 Satz 3



Ist im Regressprozess gegen den rechtlichen Berater streitig, wie sich der Mandant bei vertragsgerechter Leistung des rechtlichen Beraters verhalten hätte, kann der Richter den Regresskläger nach seinem Ermessen hierzu ohne weiteres als Partei vernehmen.



BGH-Urteil vom 16.10.2003 - IX ZR 167/02





Quelle: DER BETRIEB, 03.12.2003

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