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Steuereinnahmen im Juli kräftig eingebrochen

Die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen sind im Juli kräftig eingebrochen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat verbuchte die öffentliche Hand ein Minus von 9,3 %.

dpa BERLIN. Die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen sind im Juli kräftig eingebrochen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat verbuchte die öffentliche Hand ein Minus von 9,3 %.

Damit bestätigte das Bundesfinanzministerium am Freitag Angaben der "Süddeutschen Zeitung". Besonders groß war das Minus mit 15,6 % beim Bund. Bei den Ländern lag das Steueraufkommen um 3,2 % unter dem Vorjahr, bei den Gemeinden um 8,5 %.

Damit setzen sich die extremen Schwankungen der Steuereinnahmen fort. Für den Bund hatte Finanzminister Hans Eichel (SPD) im April noch ein Plus von 15,5 % verbucht, im Mai dann ein Minus von 5,3 % und im Juni zuletzt ein Plus von 2,4 %. Aufs gesamte Jahr gerechnet liegen die Steuereinnahmen den Angaben zufolge nun leicht unter der Schätzung aus dem Mai. Die nächste Steuerschätzung ist vom 3. bis 5. November. Experten hatten zuletzt erstmals seit Jahren wieder eine Korrektur nach oben erwartet.

Die Juli-Zahlen zeigten, dass die Steuereinnahmen "nach wie vor Achterbahn fahren und noch nicht die derzeitige Konjunkturbelebung widerspiegeln", erklärte Eichels Sprecher Jörg Müller. Es sei davon auszugehen, dass die hohen Einbußen für den Bund neben "kassentechnischen Gründen" auch auf den Wegfall von Urlaubsgeldern zurückzuführen sei. Die weitere Entwicklung bis zum Jahresende müsse abgewartet werden: "Für eine abschließende Prognose ist es zu früh."

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