Steuerfahndung
Hintergrund: Immer mehr Prüfungen

ke DÜSSELDORF. Die deutsche Finanzverwaltung rüstet auf. Nach Recherchen von Wolfgang Joecks, Strafrechtler an der Universität Greifswald, hat sich die Zahl der eingesetzten Steuerfahnder in den letzten Jahren deutlich erhöht, je nach Bundesland um 40 bis 50 Prozent. Beschäftigte der Fiskus im Jahr 1997 nur 1 537 Ermittler, waren es im Jahr 2001 insgesamt 2 512 Fahnder. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Steuerprüfungen und der erzielten Mehrergebnisse, also den von den Steuerfahndern zusätzlich vereinnahmten Steuern. Wurden 1990 noch weniger als 13 000 Fälle geprüft, zählt die Statistik im Jahr 2000 fast 44 000 Verfahren.

Auch bei den Mehrergebnissen lässt sich eine deutliche Zunahme erkennen. Mussten sich die Finanzbehörden 1990 mit rund 480 Mill. Euro zufrieden geben, wurde im Jahr 2000 erstmals knapp die 1,5-Milliarden-Euro-Grenze erreicht.

Weitere Töpfe, die das Einnahme-Volumen in den letzten Jahren nachträglich vergrößerten, sind die wegen Steuerdelikten verhängten Bußgelder und Geldstrafen sowie Mehrergebnisse aus steuerlichen Außenprüfungen. Laut neuester Statistik des Bundes betrug 2001 der Wert der Bußgelder und Geldstrafen knapp 130 Mill. Euro. Die Außenprüfung bescherte dem Fiskus Jahr 2000 zusätzlich knapp 13,5 Mrd. Euro.

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