Steuernachzahlung
Boris Becker muss Ende Oktober vor Gericht

Ex-Tennisstar Boris Becker muss sich nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in Kürze wegen Verdachts der Steuerhinterziehung in Höhe von rund 1,5 Mill. Euro vor Gericht verantworten.

HB/dpa MÜNCHEN. Vor dem Landgericht München I seien von 23. Oktober an drei Verhandlungstage angesetzt, berichtet die Zeitung in ihrer Freitagausgabe. Im Sommer hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Becker erhoben. Er soll dem Fiskus von 1991 bis 1993 rund 10,4 Mill. Mark (5,3 Mill. Euro) vorenthalten haben.

Becker soll damals offiziell im Steuerparadies Monte Carlo, tatsächlich aber in München gelebt haben. Deshalb sei er uneingeschränkt in Deutschland steuerpflichtig gewesen. Strafrechtlich sind in dem Prozess allerdings nur die umgerechnet rund 3 Mill. Mark von Belang.

In den vergangenen Wochen hatten Justiz und Anwälte Beckers immer wieder versucht, eine Hauptverhandlung zu vermeiden. Nach Medienberichten sollte Becker einwilligen, am ersten Tag des Steuerprozesses ein Geständnis abzulegen. Bei einer Steuernachzahlung einschließlich Zinsen in Höhe von rund 6,5 Mill. Euro hätte er dann mit einer Bewährungsstrafe davonkommen können. Anfang August hatte eine Münchner Justizsprecherin eine solche Lösung als denkbar bezeichnet.

Becker habe sich zunächst gegen den Deal gewehrt, schließlich aber eingewilligt, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" weiter. Nun scheine der frühere Tennis-Profi aber Probleme zu haben, die Millionen für die Steuernachzahlung aufzubringen.

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