Steuerpläne der Regierung
Lufthansa sieht Bonusmeilen-Programm nicht gefährdet

Die Lufthansa will ihr Bonusmeilen-Programm Miles & More auch dann weiter anbieten, wenn die Bundesregierung wie geplant den Steuerfreibetrag für dienstlich erworbene Meilen streicht.

Reuters FRANKFURT. Die Bonusmeilen würden von der Lufthansa schon bisher mit zwei Prozent pauschal versteuert, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Donnerstag in Frankfurt. Dies geschehe ohne Rücksicht darauf, ob die Kunden ihren Freibetrag für Bonusmeilen bereits ausgenutzt hätten oder nicht. Derzeit sind dienstlich erworbene Sachprämien wie Bonusmeilen bis zu einem Wert von 1224 Euro pro Jahr steuerfrei. Diese Ausnahmeregelung will die Bundesregierung nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) allerdings abschaffen.

Die Lufthansa erklärte, sie sei wegen des Themas mit den Behörden im Gespräch. "Wir haben uns gegen nationale Alleingänge ausgesprochen, um nicht durch Wettbewerbsverzerrungen gegenüber anderen Fluggesellschaften benachteiligt zu werden", erklärte der Leiter des Bonusmeilen-Programmes, Oliver Wagner. Rund sieben Millionen Menschen beteiligen sich nach Angaben der Lufthansa an ihrem Bonusmeilen-Programm.

Die FAZ berichtete, die konkrete Umsetzung des Vorhabens sei im Finanzministerium noch umstritten. Auch werde darüber diskutiert, ob weitere Branchen einbezogen werden sollten. Anlass für die Initiative der Bundesregierung war dem Bericht zufolge die Bonusmeilen-Affäre im Sommer. Damals waren der Grünen-Politiker Cem Özdemir und der Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS) zurückgetreten, weil sie dienstlich erworbene Bonusmeilen privat genutzt hatten.

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