Steuerquote auf 31,2 Prozent gesenkt
Puma steigert Gewinn stärker als vorhergesagt

Der Sportartikelhersteller hat seinen Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr um fast die Hälfte gesteigert und damit die eigenen Erwartungen und die von Analysten übertroffen.

rtr HERZOGENAURACH. Der Sportartikelhersteller Puma AG hat seinen Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr um fast die Hälfte gesteigert und damit die eigenen Erwartungen und die von Analysten übertroffen. Der Gewinn vor Steuern sei vor Einmalerträgen um 47,5 % auf 21,1 Mill. Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Nach den im Herbst angehobenen Prognosen hatte Puma ursprünglich mit einem Gewinnwachstum von 20 bis 30 % gerechnet. Der Umsatz legte 2000 den Angaben zufolge um 24,1 % auf 462,4 Mill. Euro zu. An der Börse stiegen die Puma-Aktien in einem kaum veränderten Marktumfeld um 5,5 % auf 15,20 Euro.

"Das sind exzellente Zahlen", sagte DG-Bank-Analyst Jörg-Philipp Frey. Sowohl der Gewinn als auch der Umsatzanstieg hätten über seinen Erwartungen gelegen. Deshalb stufte er die Puma-Aktien auf "Kaufen" von "Akkumulieren" herauf.

Das vierte Quartal sei mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 30 % deutlich besser gelaufen als erwartet, sagte ein Puma-Sprecher. Dazu habe das Unternehmen durch konzerninterne Teilwertabschreibungen die Steuerquote auf 31,2 % gesenkt. Dadurch sei der Jahresüberschuss vor Einmalerträgen um 53,2 % auf 14,6 Mill. Euro gestiegen. Das Ergebnis je Aktie legte den Angaben zufolge vor den Sondereffekten auf 0,95 Euro von 0,62 Euro in 1999 zu. Nach Einmalerträgen stieg der Gewinn je Aktie sogar um 84,3 % auf 1,14 Euro.

Sondereffekte

Details zu den Quartalszahlen und den Einmalerträgen will Puma erst auf der im März geplanten Bilanzpressekonferenz im März nennen. Ein Teil der Sondereffekte gilt aber eine Entschädigungszahlung, die Puma in ungenannter Höhe von dem amerikanischen Basketball-Spieler Vince Carter wegen des vorzeitigen Auflösens eines Werbevertrags erhalten hatte.

Am kräftigsten seien die Umsätze in absoluten Zahlen in Westeuropa und Amerika gestiegen, teilte Puma weiter mit. Bei den Produkten stieg der Umsatz mit Sportschuhen um 29,6 %, mit Textilien um 17,7 % und mit Accessoires um 13,2 %. Puma habe es erfolgreich geschafft, sich im Nischenmarkt für sportliche Freizeitkleidung zu etablieren und sich damit vom hart umkämpften Markt für Sportartikel abzusetzen, sagte DG-Bank-Analyst Frey. "Diese Strategie ist bisher sehr gut aufgegangen und ist auch das, was Puma von den Wettbewerbern am meisten unterscheidet", fügte er hinzu.

Die in der Branche viel beachtete Rohertragsmarge sei 2000 trotz des schwachen Euro auf 38,2 von 38,0 % gestiegen, hieß es weiter. Der starke $ habe vor allem die Margen der europäischen Töchter belastet, sagte der Puma-Sprecher. "Über die Durchsetzung höherer Preise ist das aber mehr als kompensiert worden", fügte er hinzu.

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