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Steuerverfahren gegen russischen Stromkonzern

dpa MOSKAU. Nach Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen zahlreiche russische Großunternehmen hat die Moskauer Steuerpolizei auch ein Strafverfahren gegen den größten Stromproduzenten des Landes, EES Rossii, eingeleitet. EES Rossii ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 regionalen Stromproduzenten. Der Staat hält 52,5 Prozent der Aktien. Etwa ein Drittel der Aktien sind in ausländischer Hand.

Das vom früheren Chefprivatisierer Anatoli Tschubais geführte Unternehmen soll 3,2 Milliarden Rubel (270 Mio DM) Steuern hinterzogen haben. EES Rossii habe Steuerschulden in dieser Höhe bestätigt, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass. Der Stromkonzern fühlt sich aber zu Unrecht einem Strafverfahren ausgesetzt. Säumige Stromkunden, darunter zahlreiche staatliche Einrichtungen, schuldeten EES Rossii 240 Milliarden Rubel, sagte Tschubais in St. Petersburg.

Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung gegen den Erdölmonopolisten Gasprom sowie das größte private Medienunternehmen Media-Most wurden in den vergangenen Monaten eingestellt. Die Ermittlungen gegen die Lada-Automobilwerke AwtoWAS würden fortgesetzt, sagte der Chefermittler der Moskauer Steuerpolizei, Kusma Schalenkow, laut Itar-Tass am Donnerstag.

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