Stichtag der Neuregelung 1. Januar 2003
Kompromiss bei Eigenheimzulage zeichnet sich ab

Im koalitionsinternen Streit um die Neuregelung der Eigenheimzulage zeichnet sich ein Kompromiss ab.

Reuters BERLIN. Die Fachleute der Koalition hätten in einem Treffen am Mittwochabend in wesentlichen Punkten grundsätzliche Übereinstimmung erzielt, erfuhr man am Donnerstag aus Kreisen der Koalition. Die Eigenheimförderung solle demnach auch nach 2010 auf einem Niveau weitergeführt werden, das eine hohe Bautätigkeit gewährleiste. Die Förderung werde bis dahin auf dann gut fünf Milliarden Euro von derzeit rund neun Milliarden Euro abgeschmolzen und in dieser Höhe stabilisiert.

Die Koalitionäre hätten sich darauf verständigt, die Höhe der Förderung nicht wie bislang vorgesehen ausschließlich von der Zahl der Kinder abhängig zu machen, hieß es weiter in den Kreisen. Stattdessen sei ein Sockelbetrag in der Eigenheimzulage vorgesehen, der allerdings nur für Familien mit Kindern gewährt werde. Zudem wolle die Koalition sicher stellen, dass auch Familien Anspruch auf die Eigenheimzulage erhalten, die erst nach ihrer Bautätigkeit oder nach ihrem Immobilienkauf Kinder bekommen.

Stichtag der Neuregelung solle weiterhin der 1. Januar 2003 bleiben. Bis zu diesem Zeitpunkt gelte das bestehende Fördermodell. Unklar blieb, wie genau die Höhe der künftigen Förderung ausgestaltet werden soll.

SPD und Grüne hatten in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, die bisherige Eigenheimzulage abzuschaffen und durch eine kinderabhängige Förderung zu ersetzen. Diese soll auf 1 200 Euro von derzeit 767 Euro pro Kind steigen. Die Einkommensgrenze sinkt nach den Plänen im maßgeblichen Zweijahreszeitraum auf 70 000 Euro für allein Stehende und 140 000 Euro für Ehepaare. Daran hatte es massive Kritik aus den eigenen Reihen gegeben.

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