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Stichwort: Amok

dpa HAMBURG. Das Wort Amok stammt aus der malaiischen Sprache und bedeutet Wut oder wütend. Es wurde von den Europäern übernommen. Als Amokläufe werden aus einem Affekt- oder Verwirrheitszustand heraus begangene, blindwütige Tötungsdelikte bezeichnet.

Amokläufer sind zumeist Menschen mit unbewältigten psychischen Problemen. Angst, Eifersucht, Scham oder Demütigung haben sich so lange aufgestaut, bis sie die daraus entstandene Wut nicht beherrschen können. Die genaue Ursache des Gewaltausbruchs ist oft nicht feststellbar, da sich die meisten Amokläufer selbst töten oder beim Polizeieinsatz umkommen. Fast immer richten Amokläufer mit Schusswaffen ein Blutbad an.

Die Abgrenzung zwischen einem Amokfall und anderen blindwütigen Gewalttaten kann schwierig sein. Die typischen Amokläufer sind in 99 Prozent aller Fälle Männer, die zur Selbstüberschätzung neigen. Polizeipsychologen beschreiben sie als überwiegend bieder und unauffällig.

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