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Stichwort Erziehungsgeld

Regelbeitrag oder Budget? 24 Monate lang 600 DM oder 12 Monate lang 900 DM? Die Qual der Wahl haben Erziehungsgeld-Berechtigte, wenn ihr Kind in diesem Jahr geboren wurde. Den Budget-Betrag bekommt allerdings nur, wenn auf Grund der Einkommensgrenzen auch nach den ersten sechs Monaten Anspruch auf Erziehungsgeld besteht. Maßgeblich für die Berechnung des Erziehungsgeldes sind die voraussichtlichen positiven Einkünfte im Jahr der Geburt des Kindes und bei beantragem Regelbeitrag im Folgejahr. Von den positiven Einkünften wird ein Pauschbetrag von 27 Prozent, bei Beamten von 22 Prozent abgezogen. Bereits im Haushalt lebende Kinder erhöhen die Einkommensgrenzen. Der Anspruch auf Erziehungsgeld beginnt mit der Geburt des Kindes und endet nach zwölf Monaten (Budget) bzw. nach 24 Monaten. Übersteigt das Einkommen in den ersten sechs Monaten die Einkommensgrenze, gibt es überhaupt kein Erziehungsgeld. Danach schmälert ein die Grenzen übersteigendes Einkommen das Erziehungsgeld - letztendlich bis auf Null. Im einfachsten Fall (erstes Kind, keine Unterhaltsleistungen) bedeutet dies: Für Eltern ist bei 46 021 DM Einkommen Schluss, für Alleinerziehende bei 40 221 DM. Mutterschaftsgeld wird auf das Erziehungsgeld angerechnet. Das Erziehungsgeld wird zusätzlich zum Kindergeld gewährt und ist steuer- und pfändungsfrei. Wer Erziehungsgeld bezieht, darf nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Wenn sich Eltern die Erziehungsjahre (Elternzeit) teilen, sind 60 Stunden pro Woche erlaubt. Ob sich der Antrag lohnt, lässt sich überschlägig ausrechnen mit dem Internet-Erziehungsgeld-Rechner der Bayerischen Verwaltung für Versorgung und Familienförderung (www.lvf.bayern.de).

Beantragt wird Erziehungsgeld bei Erziehungsgeldstellen. Die Adressen und weitere Details enthält die Broschüre "Erziehungsgeld, Elternzeit - Das neue Bundeserziehungsgeldgesetz ...", die das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Postfach 110207, 10832 Berlin verschickt. Manche Bundesländer greifen Eltern zusätzlich unter die Arme. Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen zahlen nach eigenen Kriterien zusätzlich ein Landeserziehungsgeld.

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