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Stichwort geschlossene Immobilienfonds

Wer einen Anteil an einem geschlossenen Fonds kauft, engagiert sich am "grauen Kapitalmarkt". Das bedeutet, die Fonds unterliegen im Gegensatz zu offenen Fonds keiner Aufsicht. Was Anleger dennoch reizt, sind die Verlustzuweisungen, mit denen das zu versteuernde Einkommen vermindert werden kann. Allerdings hat der Gesetzgeber mit neuen Spielregeln die Rahmenbedingungen erschwert: Der § 2b des Einkommensteuergesetzes soll verhindern, dass sich Anleger mit Steuersparmodellen arm rechnen. Wenn die Erzielung von Verlusten statt von Gewinnen im Vordergrund steht, dürfen die Verluste nicht mit anderen Einkunftsarten - beispielsweise dem Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit - verrechnet werden.

Deswegen werben die Fonds nicht mehr wie früher mit hohen Verlustzuweisungen. Liegen sie allerdings unter der Nichtangriffsgrenze von 50 Prozent, gelten sie als unproblematisch und werden vom Finanzamt nicht beanstandet. Mit geschlossenen Auslandsfonds soll die Besteuerung von vornherein vermieden werden. Denn im Ausland erzielte Verluste können nicht mit in Deutschland erwirtschafteten Gewinnen verrechnet werden. Die Einkünfte aus ausländischen Fonds unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass zur Errechnung des Durchschnittssteuersatzes das ausländische Einkommen dem inländischen zugerechnet wird. pbs.

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