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Stichwort: Heidelberger Steuerkreis

Der Visionär:
Manfred Rose ist Finanzwissenschaftler an der Universität Heidelberg . Er plädiert seit zehn Jahren für eine am Konsum orientierte Besteuerung. 1994 wurde auf seine Empfehlungen in Kroatien ein solches System eingeführt.

Das Team:
Neben Rose gehören die Steuerexperten Joachim Lang, Universität Köln, Hans-Georg Petersen, Universität Potsdam und Bernd Raffelhüschen, Universität Freiburg, dem Kreis an.

Die Idee:
Das deutsche Steuersystem krankt daran, dass Kapital- und Arbeitseinkommen gleich behandelt werden. Diese Gleichstellung benachteiligt das Sparen, da Ersparnisse stets aus bereits versteuertem Einkommen gebildet werden. Eine geringe Sparquote wirkt sich nachteilig auf die Investitionsquote aus.

Das Steuersystem:
Alle Einkommen sollen einmal mit 25 % besteuert werden. Bei allen Investitionen oder Sparformen bleibt eine "marktübliche Verzinsung" steuerfrei.

Die Vorteile:
Sparen wird gegenüber dem Konsum attraktiver, da die Nach-Steuer- Rendite steigt. Damit dürfte der Kapitalstock der Volkswirtschaft erhöht werden, was ein stärkeres Wachstum ermöglicht.

Die Kritik:
Es gibt keinen Beweis, dass Roses Steuersystem einem traditionellen System überlegen ist.

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