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Stichwort: Rentenbesteuerung

asr DÜSSELDORF. Bei einer nachgelagerten Besteuerung der Altersvorsorge werden die Beiträge, die monatlich gezahlt werden, von der Steuer befreit. Der Beitragszahler kann also seine Zahlungen als Sonderausgaben von seinem zu versteuernden Einkommen abziehen. Im Gegenzug sind die Renten, also Kapitalrückflüsse und Erträge, steuerpflichtig. Bei einer vorgelagerten Besteuerung werden die Beiträge aus dem versteuerten Einkommen gezahlt, und die Rückflüsse bleiben steuerfrei.

Beide Wege führen letztlich zu demselben Ergebnis, wie das folgende Beispiel zeigt: Ein Arbeitnehmer zahlt 1 000 Rentenbeiträge, die Verzinsung beträgt 50 % und sein Einkommensteuersatz 40 %. Bei der nachgelagerten Besteuerung werden die vollen 1 000 gespart. Im Rentenalter werden Rückflüsse und Verzinsung, also 1 500 , besteuert, so dass der Rentner netto 900 erhält. Bei vorgelagerter Besteuerung werden lediglich 600 angelegt, die sich entsprechend verzinsen. Die Rente von 900 bleibt steuerfrei.

Bei einer so genannten synthetischen Einkommensteuer, die alle Einkommen zusammenfasst und einheitlich besteuert, wäre sowohl die vor- als auch die nachgelagerte Besteuerung eine unsystematische Steuervergünstigung, da die Erträge steuerfrei bleiben. In diesem System könnten im Beispiel 600 angelegt werden. Die Erträge von 300 würden ebenfalls besteuert, so dass der Nettorückfluss nur 780 betragen würde.

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