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Stichwort: "Salmonella oranienburg"

"Salmonella oranienburg" zählt zu den weltweit 2 500 bekannten Salmonellen-Erregern und tritt regelmäßig, wenn auch selten, in Europa auf.

dpa HAMBURG. Der Bakterientyp wurde erstmals 1929 in einem Kinderheim im brandenburgischen Oranienburg isoliert und erhielt so seinen Namen. Bekanntere Typen sind S. typhimurium und S. enteridis, die 80 % aller Fälle ausmachen. Die Wirkung des Typs Oranienburg ist in etwa gleich. Die innerhalb von Stunden eintretende Erkrankung dauert einen bis vier Tage an.

In leichten Fällen tritt Durchfall auf, der bis zum Erbrechen und Fieber führen kann. Sonderfälle sind Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündung. Einer von 1 000 Salmonellenfällen endet tödlich, meist bei älteren Menschen. "Kinder überstehen die Krankheit recht gut", sagt Prof. Jochen Bockemühl vom Hygiene-Institut Hamburg.

Dem RKI wurden im vergangenen Jahr insgesamt fast 80 000 Fälle einer Salmonellen-Darminfektion gemeldet. Die Zahl für die ersten 47 Wochen diesen Jahres (70 869 Fälle) liegt nur geringfügig unter dem Vergleichszeitraum 2000. Meist sind Hühner, Hühnerfleisch und Eier salmonellenbelastet. Salmonella oranienburg tritt vergleichweise selten auf. Der Erreger ist sehr widerstandsfähig und wurde früher sogar schon in Pfefferpackungen nachgewiesen.

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