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Stichwort Spekulationsgewinne

Spekulationsgeschäfte: heißen seit 1999 "Private Veräußerungsgeschäfte". § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) nennt für Grundstücksgeschäfte eine Spekulationsfrist von zehn Jahren; "bei anderen Wirtschaftsgütern, insbesondere bei Wertpapieren" von zwölf Monaten. Spekulationsgewinne, die innerhalb dieser Frist erzielt werden, bleiben bis zur Freigrenze von 999,99 DM steuerfrei. Ein Pfennig mehr, und der gesamte Betrag wird steuerpflichtig. Spekulationsverluste werden zunächst in der gleichen Veranlagungsperiode steuermindernd von Spekulationsgewinnen abgezogen - egal mit welchen Wirtschaftsgütern sie entstanden sind. Übersteigen die Verluste die Gewinne, können die Verluste für ein Jahr zurück oder für unbeschränkte Zeit vorgetragen werden. Allerdings sind Höchstgrenzen gesetzt: für den Veranlagungszeitraum 2000 beträgt der verrechenbare Verlust zwei Millionen DM, ab 2001 eine Millionen DM.

Wer Spekulationsgewinne in der Steuererklärung nicht angibt, verschweigt "steuerlich erhebliche Tatsachen". Er hinterzieht Steuern und riskiert eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Die Steuern muss er nachzahlen. § 370 Abgabenordnung (AO) sagt außerdem: Der Versuch ist strafbar. "Leichtfertig" Steuern zu hinterziehen ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit maximal 100 000 DM Geldbuße geahndet wird (§ 378 AO).

Selbstanzeige: Der Strafe kann der Hinterzieher entgehen, wenn er seine Angaben berichtigt, bevor ihm der Fiskus auf die Schliche gekommen ist. Außerdem muss er die hinterzogenen Steuern in "angemessener Frist" nachzahlen (§ 371 AO).rrl.

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