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Stichwort: Stromeinspeisungsgesetz

dpa HAMBURG. Das "Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz" regelt die Abnahme und Vergütung von "grünem" Strom in Deutschland. Die Energieversorger werden verpflichtet, den Erzeugern von Ökostrom bestimmte Mengen zu einem festgelegtem Preis abzukaufen und in ihre Netze einzuspeisen.

Hintergrund des Gesetzes ist, dass die Erzeugung "grünen" Stroms noch immer wesentlich teurer ist als die der herkömmlichen elektrischen Energie. Während die Gewinnung einer Kilowattstunde Solarstrom 1,20 DM kostet, werden für die gleiche Menge Atomstrom weniger als fünf Pfennig veranschlagt. Über das Stromeinspeisungsgesetz sollen somit Wettbewerbsnachteile für die Erzeuger von Ökostrom ausgeglichen werden.

Auf dem Stromeinspeisungsgesetz baut das "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG) auf, dass seit dem 1. April 2000 in Deutschland gilt. Mit dem EEG will die rot-grüne Koalition in Berlin den Anteil von Ökostrom an der Gesamterzeugung bis zum Jahr 2010 auf rund zehn Prozent verdoppeln.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht eine garantierte Einspeisung von Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme in die Netze der großen Versorger vor, und das zu Preisen, die einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen ermöglichen. So gelten für Windkraftanlagen je nach Standort Vergütungssätze zwischen 12,1 Pfennig und 17,8 Pfennig pro Kilowattstunde vor. Solarstrom muss mit 99 Pfennig vergütet werden.

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