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Stichworte: Risiko und Risikomessung

Die wichtigsten Begriffe zur Risikomessung im Überblick.

Absolutes und relatives Risiko: Experten unterscheiden absolute und relative Risiken. Erstere werden oft definiert als die Wertschwankung eines Portefeuilles oder Fonds. Das relative Risiko bezeichnet die Abweichung von einem vorab festgelegten Vergleichsindex. Risikomanager konzentrieren sich vor allem auf dieses relative Risiko. Es lässt sich einigermaßen gut messen, zum Beispiel über den Tracking Error (siehe unten). Franz Wenzel, Investmentstratege bei Axa Investment Managers, beobachtet jedoch einen neuen Trend: "Einige Kunden achten derzeit stärker auf das absolute Verlustrisiko", sagt er. Dieses können die Anleger nur selbst begrenzen, indem sie weniger Geld in riskante Anlageformen wie Aktien und mehr in sichere Geldmarkfonds oder Anleihen investieren. "Der Preis dafür sind geringere Gewinnchancen", betont Wenzel.

Tracking Error: Dies ist die durchschnittliche Abweichung eines Portefeuilles gegenüber einem Vergleichsindex. Beispiel: Ein Fonds, der einen Tracking Error von 3,5 % gegenüber dem Dax hat, dürfte um dieses Maß nach oben - oder auch nach unten - vom Dax abweichen. Übrigens: Aktiv verwaltete Fonds haben immer einen Tracking Error. Denn nur so können sie eine bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt schaffen. Damit ist jedoch immer das Risiko verbunden, unter der Messlatte zu bleiben.

Beta: Diese Kennzahl gibt den Zusammenhang zwischen dem Gesamtmarkt und einem Portefeuille oder Einzelwert an. Für einen Aktienfonds mit einem Beta von 1,5 zum Dax gilt: Steigt der Dax um 1 %, dann klettert der Fonds im Schnitt um 1,5 %, also überdurchschnittlich. Umgekehrt fällt der Fonds stärker, wenn der Dax sinkt. In guten Börsenzeiten bringt ein Beta über 1 Vorteile, im Crash wird es zum Fluch.

Vorsicht: Alle quantitativen Messziffern wie Beta und Tracking Error basieren auf der Vergangenheit. Sie liefern somit nur ungefähre Aussagen über künftige Zusammenhänge. tmo

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