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Stielike plant nach Auftaktsieg radikalen Umbau

Mainz (dpa) - Ulli Stielike kopiert Franz Beckenbauer. Im zweiten Gruppenspiel zur Fußball-Europameisterschaft der U 21-Junioren am Pfingstsonntag gegen Schweden in Mannheim plant der DFB-Trainer den radikalen Umbau der Mannschaft.

Mainz (dpa) - Ulli Stielike kopiert Franz Beckenbauer. Im zweiten Gruppenspiel zur Fußball-Europameisterschaft der U 21-Junioren am Pfingstsonntag gegen Schweden in Mannheim plant der DFB-Trainer den radikalen Umbau der Mannschaft.

So wie es «Kaiser Franz» am 31. Mai 1990 gegen Dänemark in Gelsenkirchen im WM- Vorbereitungsspiel vorgemacht hat, als je eine Halbzeit eine andere Formation auf dem Platz stand. «Ich reagiere damit auf eine harte Saison, die von den meisten Spielern viel abverlangt hat. Ich habe gesehen, dass einige richtig platt waren», begründete Stielike nach dem 2:1-Auftakterfolg über die Schweiz in Mainz seine ungewöhnliche Maßnahme.

Doch Stielike möchte sich durch den Wechsel ein Leistungsbild von allen zum Kader gehörenden Spieler verschaffen. «Dann weiß ich, bei wem die Form noch zu steigern ist», meinte der Ex-Nationalspieler. Er hat keine Mängel in der Bereitschaft und im Kampfgeist festgestellt. Er gab aber zu: «Wir machen noch zu viele Fehler. Einige im Team sind noch zu unerfahren.»

Gegen die Skandinavier, die Portugal überraschend 3:1 bezwungen haben, kommt es schon zu einem «Endspiel» um den Gruppensieg. Bei einem Erfolg der DFB-Auswahl hat sie das Halbfinale so gut wie erreicht und besitzt gute Aussichten, sich die Teilnahme am Olympiaturnier zu sichern. «Athen ist bei uns im Hinterkopf, vor Augen haben wir den EM-Titel», sagte Thomas Hitzlsperger. Er verdient sein Geld in England und gestand: «Ja, mit zunehmender Spieldauer wurde ich immer müder.» Der Profi von Aston Villa (63.) und Benjamin Auer (21.) vom Bundesliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 erzielten vor 12 240 Zuschauern die Tore. Den Gegentreffer hatte David Degen (75.) markiert.

Lukas Podolski vom 1. FC Köln bleibt nach Leistenproblemen bei den U 21-Junioren im Wartestand. Ob der Stürmer gegen Schweden zum Einsatz kommt, ist offen. «Er muss entscheiden, wann er gesund ist und spielen kann», meinte Stielike. Dem Torjäger, der für die EM in Portugal von Teamchef Rudi Völler noch ins Auge gefasst wird, werden jedoch bei den Junioren keine «Extrawürste» gebraten. «Er ist kein unbeschriebenes Blatt, aber auch Podolski muss Leistung bringen», fügte Stielike hinzu.

Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München) scheint für die EM der A-Nationalmannschaft nicht zur Debatte zu stehen. «Ich hatte keinen Kontakt zum Bundestrainer», verriet Schweinsteiger nach der Begegnung. Er spielte gegen die Schweiz in ungewohnter Stürmer-Rolle. Der DFB-Coach lobte hinterher: «Er ist ein Spieler, der uns weiterhilft.» Christian Tiffert (VfB Stuttgart), Hanno Balitsch (Bayer Leverkusen) und Alexander Madlung (Hertha BSC) hatten aber auch maßgeblichen Anteil an diesem EM-Auftakterfolg.

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