Stiftung: Bildung zahlt sich für Frauen weniger aus
Immer mehr Schulabgänger ohne Abschluss

Die Anzahl der Schulabgänger ohne Abschluss ist in den vergangenen acht Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen.

afp WIESBADEN/DÜSSELDORF. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, verließen im Jahr 2000 insgesamt 87 000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss, was 36 Prozent mehr waren als 1992. Insgesamt gingen im Jahr 2000 rund 938 000 Jugendliche von allgemein bildenden Schulen ab. Das waren 20 Prozent mehr als 1992.

Nach Einschätzung von Experten zahlt sich Bildung für Frauen weniger aus als für Männer. Zwar starteten junge Frauen zu Beginn ihres Berufslebens mit besseren Schulabschlüssen als junge Männer und mehr Frauen seien erwerbstätig, teilte die Hans-Böckler-Stiftung nach einer Fachtagung in Düsseldorf mit. Dennoch habe sich der Einkommensabstand zwischen Frauen und Männern in den vergangenen Jahren nur unwesentlich verringert. Frauen erhielten demnach auch Ende der 90er Jahre im Westen nur durchschnittlich zwei Drittel des Jahreseinkommens der Männer. Führungspositionen würden von Männern doppelt so häufig besetzt wie von Frauen.

Das Thema Entgeltgleichheit gehöre auf die politische Tagesordnung, forderte Heide Pfarr. Sie ist wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Stiftung. Bei der Tagung in Düsseldorf hatten Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften "Geschlechterverhältnisse und soziale Ungleichheit" diskutiert. Sie beschäftigten sich vor allem mit der Frage, warum die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen weiter bestehe und welche politischen Initiativen dagegen nötig seien.

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