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Stiftung Warentest prüft künftig Herstellungsbedingungen

Die Stiftung Warentest will Produkte neben ihrer Qualität künftig auch auf verantwortungsvolle Herstellung prüfen. Das sagte Vorstand Werner Brinkmann anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Stiftung in Berlin.

dpa BERLIN. Die Stiftung Warentest will Produkte neben ihrer Qualität künftig auch auf verantwortungsvolle Herstellung prüfen. Das sagte Vorstand Werner Brinkmann anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Stiftung in Berlin.

In drei Projekten, unter anderem bei Wetterjacken und Lachs, sollen Unternehmen erstmals nach ökologischen und sozialen Kriterien bei der Produktion bewertet werden. Auch die Verbraucherzentralen betonten, es sei nicht gleichgültig, ob bei der Produktion menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse herrschen oder die Umwelt geschädigt wird.

An der Finanzierung der Stiftung Warentest sollten sich aus Sicht des Bundesverbands der Verbraucherzentralen künftig auch Unternehmen beteiligen. Um die Arbeit der Tester unabhängiger von der Finanzlage der öffentlichen Haushalte zu machen, könnte ein Stiftungsvermögen gegründet werden, in das auch die Wirtschaft einzahle. Dies sei ein Gegenbeitrag dafür, dass Unternehmen von der Arbeit der Stiftung profitierten. Die Stiftung Warentest bekommt derzeit jährlich 6,5 Mill. Euro vom Bund, der Rest stammt aus dem Verkauf der "test"-Hefte und anderer Publikationen.

Die im Sommer vorgestellte Datenbank der Stiftung zu Medikamenten sei inzwischen von 1 500 auf 9 000 bewertete Produkte erweitert worden. Bei freiverkäuflichen Medikamenten schlägt sie unter anderen auch vor, wann der Gang zum Arzt die bessere Alternative ist. Stärker sollen künftig Jugendliche angesprochen werden. Von 2005 an soll es für sie ein eigenes Internetangebot mit kostenlosen Testergebnissen geben.

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