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Stiftungsinitiative auch nach US-Urteilsspruch "skeptisch"

dpa BERLIN. Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft bleibt auch nach dem US-Urteil in der Frage des Beginns der Entschädigungszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter zurückhaltend. Bei gutem Willen der USA könne zwar "in wenigen Wochen alles erledigt sein", sagte der Sprecher der Stiftungsinitiative, Wolfgang Gibowski, am Freitag im Inforadio Berlin-Brandenburg. Trotzdem müsse man zunächst noch "skeptisch" sein.

Gibowski sagte, es seien noch weitere Klagen anhängig, die "durchaus eine gewaltige Bedeutung" hätten. "Wir sind von den amerikanischen Gerichten abhängig, und von der dortigen Rechtsprechung haben wir schon manche böse Überraschung erlebt." Den Vorwurf, die deutsche Wirtschaft würde die Auszahlungen verzögern, nannte Gibowski absurd. "Die Verzögerungen sind von Frau Kram zu verantworten."

Die US-Bundesrichterin Shirley Kram hatte am Donnerstag in New York eine große juristische Hürde auf dem Weg zur Auszahlung von zehn Mrd. DM an etwa 1,5 Mill. ehemalige Zwangsarbeiter des Nazi-Regimes beseitigt. Nach monatelanger Verzögerung wies sie die letzte von drei Sammelklagen gegen deutsche Banken, die NS- Geschädigte eingereicht hatten, auf deren eigenen Wunsch ab.

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