Stillschweigen über den Kaufpreis
Deutsche Bank und Trinkaus übernehmen EnBW-Anteil

Die Deutsche Bank und die Düsseldorfer HSBC Trinkaus & Burkhardt haben nach langen Verhandlungen die Anteile von rund 100 Städten und Gemeinden aus Baden-Württemberg am Energiekonzern EnBW übernommen.

Reuters STUTTGART. Die beiden Beteiligungen von zusammen 11,88 Prozent an dem Regionalversorger, die bei zwei Gemeindeverbänden liegen, sollen bei den Banken zunächst geparkt werden. Die Deutsche Bank und Trinkaus wollten bis längstens Ende 2004 warten, um sie bei einem Börsengang der Energie Baden-Württemberg zu platzieren, teilten der Landeselektrizitätsverband Württemberg (LEVW) und der Gemeindeelektrizitätsverband Schwarzwald-Donau am Mittwoch in Stuttgart mit.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Sprecher. In Bankenkreisen hieß es, die Institute hätten rund 850 Millionen Euro für die Anteile bezahlt. An der Börse repräsentiert das Paket von rund 29,7 Millionen Aktien einen Wert von knapp einer Milliarde Euro. Ein Anteil von 2,3 Prozent bleibt vorerst bei den beiden Gemeindeverbänden.

Die Gemeinden hatten auf den Anfang des Jahres abgesagten Börsengang der EnBW gehofft und wollten mit einem Verkauf der Anteile nicht länger warten. Angesichts der Liberalisierung des Strommarktes sei es an der Zeit, die Aktien zu verkaufen, hatte der Öhringer Bürgermeister Jochen Kübler gesagt, der den LEVW führt.

Die Transaktion sei mit den Großaktionären der EnBW Energie Baden-Württemberg, dem französischen Staatskonzern Electricite de France und dem kommunalen Zweckverband OEW (je 34,5 Prozent) abgesprochen, hieß es. Geht der Börsengang nicht bis 2004 über die Bühne, dürfen die Banken die Anteile den Kreisen zufolge anderweitig verkaufen.

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