Stillschweigen über Kaufpreis vereinbart
Schweizer SIG verkauft Waffengeschäft

Deutsche Privatinvestoren übernehmen 90 % des Bereichs Handfeuerwaffen der SIG Arms. Die Schweizerische Industriegesellschaft wird sich zukünftig auf Verpackungstechnologie konzentrieren.

dpa/vwd ZÜRICH. Die Schweizerische Industriegesellschaft SIG hat den Bereich Handfeuerwaffen an zwei deutsche Privatinvestoren verkauft. Michael Lüke und Thomas Ortmeier übernehmen rückwirkend zum 1. Januar rund 90 % der SIG Arms, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Zürich mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die SIG, die die Verkaufsabsicht bereits Anfang des Jahres bekundet hatte, wolle sich auf die Verpackungstechnologie konzentrieren, hieß es.

Der Umsatz der SIG Arms war nach dem Auslaufen eines Vertrags mit der Schweizer Armee im vergangenen Jahr um 12 % auf 179 Mill. Franken (115 Mill. Euro) zurückgegangen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres machte der Bereich 2 Mill. Franken Verlust, nach einem Betriebsgewinn von 5 Mill. Franken im vergangenen Jahr.

Die SIG strebt eine führende Rolle auf dem Markt für Getränkeverpackungen an. Die SIG Holding AG erzielte im vergangenen Jahr mit weltweit 7 000 Mitarbeitern rund 2 Mrd. Franken Umsatz.

Der Verkauf des Bereiches Handfeuerwaffen bedürfe noch der Zustimmung durch die Kartellbehörden, teilte das Unternehmen mit. Die Sturmgewehrfertigung in Neuhausen wird aufgegeben. Die SIG Arms Hämmerli AG in Lenzburg wird zu einer Verkaufs-, Montage- und Serviceorganisation zurückgestuft. Für beide Geschäftsbereiche wird weiterhin intensiv verhandelt, um eine Lösung außerhalb des Konzerns zu finden, wie SIG erklärte.

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