STIMME AUS FRANKFURT
Agrarrohstoffe für Anleger

Klaus Martini ist Global Chief Investment Officer bei der Deutschen Bank.

Rohstoffinvestments gehören für professionelle Investoren mittlerweile zu den gängigen Portfoliobausteinen. Hierzu gehören auch Agrarrohstoffe, die so genannten Soft Commodities. Gerade diese besitzen als Portfoliobeimischung äußerst positive Eigenschaften. Sie sind mit den „üblichen Kapitalanlagen“ kaum korreliert, so dass sie Vermögensschwankungen im Portfolio mindern. Zudem sind Preissteigerungen aufgrund einer stetig wachsenden Nachfrage etwa im bevölkerungsreichen Asien langfristig wahrscheinlich. Hierbei spielt die Angleichung von Lebensgewohnheiten an westliche Standards eine wichtige Rolle. Gleichzeitig gewinnen nachwachsende Rohstoffe in Zeiten hoher Erdölpreise auch als Energielieferant weiter an Bedeutung.

Der enormen Nachfrage steht ein begrenztes Angebot gegenüber. Für die Produktion werden entsprechende Anbauflächen und große Mengen Wasser benötigt. China beispielsweise kann seine Nachfrage nach Soft Commodities mangels geeigneter Anbauflächen nur durch zunehmende Importe decken. Und der Ernteertrag in Europa und den USA dürfte geringer ausfallen als 2004. In den Anbaugebieten Nordamerikas setzte erst nach einer vergleichsweise langen Trockenperiode der Regen ein, in Nordeuropa war der Sommer verregnet und im Süden zu trocken. Das spricht für steigende Preise. Auch private Anleger können in Agrarrohstoffe investieren. Dazu stehen Fonds und Zertifikate zur Verfügung.

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