Stimme aus Frankfurt
Der Dollar und die Zinsen

Ausgehend von den Markterwartungen ist es ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten zwölf Monaten zu einer inversen Zinsstrukturkurve in den USA kommt. So hat die Fed wenig Zweifel an weiteren Zinsschritten gelassen. Gleichzeitig wird von Marktteilnehmern nur ein moderater Anstieg der Zinsen am langen Ende der Kurve erwartet.

Seit 1953 bis heute kam es in immerhin 121 von 627 Monaten zu einer Inversion der Zinsstrukturkurve, die regelmäßig eine nachfolgende Rezession in den USA anzeigte. Seit dem Ende des Bretton- Woods-Systems 1973 hat der US-Dollar in handelsgewichteter Abgrenzung immer aufgewertet, wenn es zu einer Inversion kam. Eine Erklärung könnte sein, dass die Fed in überhasteter Manier die Zinsen angehoben hat und damit eine Rezession auslöste, gleichzeitig aber die Zinsdifferenz zu anderen Ländern Dollar-Anlagen zumindest am Anfang der Rezession attraktiv aussehen ließ.

Bedeutet dies aber nun, dass der Dollar mittelfristig wieder aufwerten wird, wenn es zu einer Inversion der US-Zinskurve kommt? Wahrscheinlich wird es diesmal anders verlaufen, als dies früher der Fall war. Zum einen ist das Niveau der Zinsen in den USA immer noch ziemlich niedrig und damit die Zinsdifferenz zu anderen Ländern geringer. Zum anderen würde eine Rezession in den USA – wegen der bestehenden Ungleichgewichte – die Wirtschaft dort stärker belasten als andere Länder. Dies würde Anlagen in Dollar wenig attraktiv erscheinen lassen.

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