Stimme aus London
Das Beste kommt noch

Langfristiges Wachstum wird von den Märkten häufiger unterbewertet. So unterschätzten die meisten Investoren, dass der EU-Beitritt Ungarns Wohlstand und Zuversicht in der Bevölkerung steigen ließ und den Hunger ungarischer Bankkunden nach Finanzprodukten fördern würde. Seit ihrer Börseneinführung 1995 haben die Aktien der führenden ungarischen Bank OTP um mehr als 6 000 Prozent zugelegt. Kein Investor, der vor zehn Jahren die Aktie erwarb, erwartete eine solche Rendite.

Auch die Analysten errechneten für OTP Kursziele, die nur einen kleinen Bruchteil des heutigen Börsenwertes darstellen. Das Kreditvolumen von OTP stieg seit dem Jahr 2000 um 40 Prozent jährlich an.

Der Markt erkannte zudem nicht, wie profitabel die Expansion im Kreditgeschäft für OTP werden würde. Und viele Investoren verharrten in dem Irrglauben, OTP sei eine rein ungarische Bank, obwohl das Management in Zentral- und Osteuropa zahlreiche Zukäufe tätigte. Das Wachstum der Bank wurde nicht zuletzt deshalb falsch eingeschätzt, weil die Bewertungsmethoden der Investoren oft nur auf ein oder zwei Jahre ausgelegt sind.

Dabei hat das wirkliche Wachstum der ungarischen Sparkasse gerade erst begonnen, und wer zu den geduldigen Investoren gehört, wird davon in den kommenden Jahren noch stark profitieren. Wer dagegen nur kurzfristig handelt, wird wahrscheinlich das Beste verpassen.

* Plamen Monovski, Merrill Lynch Investment Managers.

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