Stimme aus London
Die Zinsen treiben

Die Stimmung unter den Aktienanlegern scheint im Moment Zustände zu erreichen, die man sonst nur von der Tour de France kennt. Woher kommt dieser Optimismus? Es scheint uns, dass ein Großteil des Schwungs von der Zinsseite kommt.

LONDON. Niedrigere Zinsen sind bei sonst gleichen Bedingungen positiv für die Aktienbewertung; insofern ist es auch nachvollziehbar, was sich gerade am Markt abspielt. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass sich aus dieser Logik auch gewisse Grenzen ergeben.

Je weiter die Zinsen fallen, desto besser ist das auf der einen Seite natürlich für den Markt. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass der Markt eine ständig niedrigere Inflationserwartung einpreist. Dies wiederum impliziert, dass sich die Gewinnsteigerungen der Unternehmen in Grenzen halten. Je optimistischer man andererseits für die Unternehmensgewinne ist, desto kritischer muss man die momentanen Zinsen sehen.

Wir meinen jedoch, dass die Zinsen in der Euro-Zone ungefähr da sind, wo sie fundamental auch sein sollten. Das ist auch einer der Gründe, warum wir empfehlen, die positive Haltung zu Aktien in Europa über die Sektor- und die Einzelwerteauswahl umzusetzen. Die nach wie vor sehr starke positive Korrelation zwischen Aktien und Anleihen sprechen übrigens auch für diese Sichtweise. Das heißt für uns: auf Aktien setzen, die von einem Marktaufschwung überdurchschnittlich profitieren und viele defensive Nichtzykliker verkaufen.

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