Stimme aus London
Japan zeigt Stärke

In den vergangenen Monaten konnte sich Japan unter den weltweit größten Aktienmärkten als Top-Performer durchsetzen: Das Börsenbarometer Topix legte allein im dritten Quartal um 20 Prozent zu.

Auslöser für den enormen Anstieg war eine Reihe positiver Meldungen, nach denen die über eine Dekade dauernde Stagnationsperiode nun überwunden sein sollte. Koizumis überzeugender Wahlsieg hat darüber hinaus weitere Reformerwartungen geweckt. Insbesondere Finanzwerte konnten zulegen, da das bevorstehende Ende der Deflation und der Nullzins-politik der Bank of Japan die Hoffnung auf ein verbessertes Kreditklima schürte.

Während die Wahrscheinlichkeit einer höheren kurzfristigen Volatilität steigt, ist das mittel- und langfristige Potenzial weiterhin positiv einzuschätzen. Die strukturellen Bereinigungen sind im Großen und Ganzen abgeschlossen: Sowohl auf Unternehmensseite als auch im Bankensektor ist die Abhängigkeit vom Exportwachstum zurückgegangen. Der Treiber des Wachstums ist eine robuste inländische Nachfrage der privaten Haushalte, die für Nachhaltigkeit sorgt. Andere Indikatoren, die eine weiterhin hohe Konsumentennachfrage nahe legen, sind die niedrigen Arbeitslosenzahlen und steigende Immobilienpreise. Die Wachstums- und Inflationsdaten deuten auf gute Absatzzahlen und Gewinne der Unternehmen hin und somit den Beginn eines lang anhaltenden Erholungszyklus. Insbesondere der lokale Dienstleis-tungssektor sollte von dem strukturellen Wachstum profitieren und somit gegen die Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums immun sein.

Adam Matthews ist Asienspezialist bei JP Morgan Fleming.

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