Stimme aus New York
Inflation, was nun?

Die Wirbelstürme, die Energiepreise und die Schritte der US-Notenbank Federal Reserve sind eine Herausforderung. Trotzdem kommen die Finanzmarktteilnehmer offensichtlich zu dem Schluss, dass die negativen Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die amerikanische Wirtschaft vorübergehender Natur sein werden.

Die jüngsten Marktbewegungen legen nahe, dass die Investoren nicht von einer anhaltenden Beschleunigung der Kerninflation ausgehen. Belegt wird dies unter anderem durch die relative Stabilität der Renditen lang laufender Treasuries und durch die Widerstandskraft der US-Aktienmärkte und des Dollars.

Dazu kommt die Erwartung, dass die Fed das Tempo der Zinsanhebungen verlangsamen wird. Aber ist eine milde Einschätzung der Inflationsrisiken nicht zu selbstgefällig? Schließlich sind die Benzinpreise seit Juli um 40 Prozent gestiegen, und die Arbeitslosenquote ist unter fünf Prozent gesunken.

Die Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die US-Wirtschaft vor den Stürmen kräftig gewachsen war. Trotzdem war die Steigerung der Beschäftigtenzahlen moderat, und der Immobilienmarkt scheint sich zu stabilisieren. Darüber hinaus wird der Anstieg der Energiepreise die Verbraucherausgaben eindämmen. Obwohl die Auswirkungen der Wirbelstürme nicht so dramatisch wie befürchtet sein werden, tragen sie zu dem Gefühl bei, dass eine Wachstumsverlangsamung kurz bevorsteht.

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