STIMME AUS PARIS
Das Rohöl und der Iran

Jean Pierre Hellebuyck ist Vice Chairman der Axa Investment Managers.

Der exorbitante Ölpreisanstieg ist vor allem die direkte Folge einer starken Nachfrage aus Asien und den USA. Eine erhöhte Risikoprämie wegen der instabilen Lage im Nahen Osten kommt allerdings erschwerend hinzu. Die aktuelle Diskussion um die nuklearen Ambitionen des Irans trägt sicherlich nicht zur Entspannung der geopolitischen Situation bei. Das Argument, die Energieversorgung auf eine breitere Basis stellen zu wollen, ist zweifellos diskussionswürdig.

Der Iran rangiert an vierter Stelle bezüglich der Weltölreserven. Die Energieversorgung als primäres Argument für die nuklearen Ambitionen ist somit sicherlich zu hinterfragen. Zu Zeiten des Schahs war es zweifellos Teil einer westlichen Strategie, das Land entsprechend zu positionieren und im Zweifel gar als Nuklearmacht zu tolerieren. Heute dagegen ist Teheran in fester islamitischer Hand. Die kommenden Monate werden zeigen, inwieweit die führenden westlichen Nationen die nuklearen Bestrebungen des Irans tolerieren. Militärische Interventionen erscheinen angesichts sowohl der Topographie als auch der Tatsache, dass die möglichen militärischen Ziele sehr zerstreut liegen, risikoreich.

Es ist daher kaum vorstellbar, dass der Risikoaufschlag auf den Ölpreis rasch schwindet. Auf Energie bezogene Investments vereinen mehrere Vorzüge: Ein qualitativ defensives Investment kombiniert mit einer Option auf das globale Wirtschaftswachstum. Eine Übergewichtung erscheint daher unumgänglich.

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