Stimme aus Tokio
Japan holt wieder auf

Japan ist wieder Hochwachstumsland! Japans mittelfristiges Wachstum wird in den kommenden fünf Jahren bei 2,5 Prozent liegen. Natürlich ist das eine umstrittene Vorhersage. Die OECD beispielsweise geht davon aus, dass Japans Wachstumspotential nur bei 1,3 Prozent liegt.

Japan steht ein Produktivitätsaufschwung unmittelbar bevor. Bedeutende Reformen im öffentlichen Sektor, Entmachtung der Unternehmerschaft, Deregulierung und neue Eigentumsstrukturen in den Unternehmen werden die Auslöser sein. Der Preis bestimmt künftig die Zuteilung der Ressourcen, und nicht Handelsverflechtungen nach altem Stil.

Ein grundlegender Trend wird sichtbar. Zunehmend ist der Kunde König und setzt sich gegenüber ineffizienten Zwischenhändlern durch. Das Ergebnis ist mehr Produktivität. Die kommenden Preissenkungen werden die Zwischenhändler zu verschmerzen haben. Die Verdrängung ineffizienter Zwischenhändler führt zu höheren Umsätzen für die Einzelhändler und mehr Kaufkraft bei den Kunden.

In Japan gibt es 380 000 Großhändler. Zwei Drittel davon dienen lediglich als Zwischenhändler für andere Groß- oder Zwischenhändler. Hier gibt es also viele Möglichkeiten für Effizienzsteigerung und Produktivitätswachstum. Alles in allem wird der Produktivitätszuwachs fast doppelt so hoch sein wie in den 90er-Jahren. Damals lag er bei 1,5 Prozent.

Der Produktivitätszuwachs hat hohe Unternehmensgewinne zur Folge, was die Aktienkurse treibt. Schließlich wird die Inflation niedrig bleiben.

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