Stimmenkaufaffäre
Bochumer Opel-Betriebsrat zurückgetreten

Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Peter Jaszczyk ist am Montag von seinem Amt zurückgetreten.

dpa BOCHUM. Jaszczyk habe seinen Posten mit sofortiger Wirkung abgegeben, nachdem die Betriebsräte mehrheitlich gegen die Selbstauflösung des Gremiums gestimmt hätten, teilte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum, Ludger Hinse, mit.

Die IG Metall begrüßte das Abstimmungsergebnis. "Die Gewerkschaft und der Konzernbetriebsrat lehnen die Auflösung des Bochumer Betriebsrates ab, weil damit die gerichtliche Aufklärung der Affäre blockiert wäre", sagte Hinse der dpa.

Als im Mai bekannt wurde, dass sich ein Betriebsrat bei Kollegen Stimmen für die Wahl in den geschäftsführenden Ausschuss habe erkaufen wollen, hatte die IG Metall im Mai ein Amtsenthebungsverfahren gegen drei Opel - Betriebsräte beim Arbeitsgericht beantragt. Die Bildung des Konzern- und Gesamtbetriebsrates mit der Wahl des Vorsitzenden ist seit Bekanntwerden der Affäre blockiert.

Den Betriebsrat führt jetzt kommissarisch der stellvertretende Vorsitzende Dietmar Hahn. Nach Angaben von Konzernbetriebsratschef Klaus Franz muss jetzt schnell ein neuer Vorstand in Bochum gewählt werden, damit sich der Konzern- und Gesamtbetriebsrat konstituieren kann. "Der Bochumer Betriebsrat muss sich ganz schnell neu bilden, aber ohne die Verdächtigen", sagte Franz. Die Betroffenen müssten zurücktreten.

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